Wappen Glinstedt

Schützenverein Glinstedt

VON 1920 E. V. · SPORT · GEMEINSCHAFT · TRADITION

Vereinsgeschichte

Von den ersten Schießständen über den Neubeginn nach dem Zweiten Weltkrieg bis zur eigenen Halle: Die Geschichte des Schützenvereins Glinstedt erzählt von sportlicher Begeisterung, ehrenamtlichem Einsatz und Zusammenhalt im Dorf.

Dieser Rückblick beruht auf der historischen Chronik „Die Entwicklung des Schützenvereins Glinstedt“. Der Text wurde für die Website sprachlich überarbeitet und in Zeitabschnitte gegliedert. Er reicht bis zum Rückblick auf das 75-jährige Bestehen; ein Verfassungsdatum ist im Dokument nicht angegeben.

Ein Verein entsteht

Nach dem Ersten Weltkrieg kehrten viele Soldaten in ihre Heimat zurück. In dieser Zeit entstanden vielerorts Schützenvereine – auch in Glinstedt. Die Chronik nennt den 1. November 1919 als Gründungstag. Rund 25 Männer gehörten zu den Gründern, überwiegend Kriegsteilnehmer, aber auch einige jüngere Mitglieder.

Der erste Schießstand entstand in Beckers Heide im Neuenlande. Dort wurde im Sommer 1920 Kord Bredehöft als erster Schützenkönig von Glinstedt proklamiert.

Zur Jahresangabe: Die Website führt den Verein mit dem Zusatz „von 1920 e. V.“. Die historische Chronik nennt dagegen die Gründung am 1. November 1919 und das erste Königsschießen im Sommer 1920. Beide Angaben werden hier so wiedergegeben, wie sie überliefert sind.

Unter Eichen und Buchen im Seeholz

Einige Jahre später errichtete der Verein im Seeholz einen Schießstand mit Schießhalle. Unter schattigen Eichen und Buchen fand das Vereinsleben einen neuen Platz. Der Weg vom Dorf war zwar weit, doch die Chronik erinnert an gemeinsame Märsche mit Blasmusik und einem fröhlichen Lied auf den Lippen.

Nach dem Krieg wieder zusammenfinden

Während des Zweiten Weltkriegs ruhte das Vereinsleben. Erst 1951 wurde der Schützenverein wieder ins Leben gerufen. Damals zählte er 41 Mitglieder.

Beim ersten Schützenfest nach dem Krieg wurde mit Luftgewehren geschossen. Auf dem Hof des Gastwirts Becker richtete man einen Schießstand her und stellte ein großes Tanzzelt auf.

1953 erhielt der Verein seine Fahne. Landrat Burfeind weihte sie auf dem Schulhof. Ihre Inschrift lautet „Üb Aug und Hand fürs Vaterland“. Bereits die historische Chronik bezeichnete diesen Spruch als nicht mehr zeitgemäß und hielt zugleich fest, dass die Fahne den Verein seit ihrer Anschaffung zu den Veranstaltungen begleitet hatte. Die Inschrift wird hier als Bestandteil der Vereinsgeschichte dokumentiert.

Ein neuer Schießstand und Zuwachs im Verein

1955 entstand auf dem Grundstück von Hinrich Gieschen ein neuer Schießstand. Die neue Schießhalle wurde von Gerd Müller, dem damaligen Präsidenten des Oste-Hamme-Ringes, eingeweiht. Laut Chronik gehörte der Verein dem Ring seit dessen Gründung an und hatte an allen Veranstaltungen teilgenommen.

1966 löste sich der Schützenverein Forstort-Anfang auf. Die meisten seiner Mitglieder schlossen sich dem Schützenverein Glinstedt an. Die Einwohner der Siedlung Forstort-Anfang gehörten der Chronik zufolge bereits seit 1934 zur Gemeinde Glinstedt.

Jubiläum, Damenriege und Jugendabteilung

1970 feierte der Verein sein 50-jähriges Bestehen in festlichem Rahmen und mit großer Beteiligung der Glinstedter Bevölkerung.

1973 kam eine Damenriege hinzu – ein wichtiger Schritt in der Entwicklung des Vereins. Zwei Jahre später, 1975, wurde die Jugendabteilung gegründet. Mit den neuen Abteilungen wuchs auch der Bedarf an Platz für den Schießsport und das gemeinsame Vereinsleben.

Mehr über die Abteilungen erfahrt ihr auf den Seiten Damen und Jugend.

Mit vereinten Kräften zur neuen Halle

Der bisherige Schießstand wurde schließlich zu klein. So fiel der Abschied von einem Ort, an dem viele schöne Stunden verbracht worden waren. Die Suche nach einem geeigneten Grundstück gestaltete sich wegen neuer Auflagen nicht einfach.

In Boltes Buchweizenschweiz fand sich schließlich ein neuer Standort. Mit viel Eigenleistung, vereinten Kräften und großzügiger Unterstützung örtlicher Firmen entstand in kurzer Zeit ein neuer Schießstand mit geräumiger Halle. 1978 wurde die Anlage eingeweiht.

Sport und Dorfgemeinschaft

In der neuen Halle wurden in den folgenden Jahren viele Königswürden ausgeschossen und Feste gefeiert. Zum Zeitpunkt ihres Rückblicks auf das 75-jährige Bestehen nennt die Chronik 208 Mitglieder. Diese Zahl beschreibt den damaligen Stand und ist keine aktuelle Mitgliederzahl.

Der Rückblick würdigt besonders den unermüdlichen und uneigennützigen Einsatz der Mitglieder. Ihr Engagement machte den Verein zu einem Ort, an dem nicht nur der Schießsport, sondern auch die Dorfgemeinschaft gepflegt wurde. Die Chronik fasst das mit den Worten zusammen: „Eine Stätte sportlicher Wettkämpfe und ein Ort des Frohsinns.“

Grundlage ist das bereitgestellte zweiseitige Dokument „Die Entwicklung des Schützenvereins Glinstedt“. Offensichtliche Erkennungs- und Schreibfehler sowie getrennte Wörter wurden für die Webfassung bereinigt. Historische Angaben bleiben als solche erkennbar; die Chronik ist keine vollständige Darstellung der Vereinsentwicklung bis heute.

Das heutige Vereinsleben findet ihr unter Aktuelles, im Terminkalender und in den Fotoalben.